
19/04/2026
Vielleicht sollte ich öfter duschen?
Nein, natürlich nicht – das wäre Unsinn. Aber tatsächlich sprudeln im Bad oft die besten Einfälle. Erst neulich, nach stundenlangem Grübeln am Schreibtisch, kam mir die rettende Idee – wieder einmal im Bad. Meist passiert es, wenn ich die weißen Fliesen anstarre. Mein Geist wird dann fast philosophisch. Eine der letzten Fragen, die mir dabei durch den Kopf gingen: „Wie sehr kommen Sie in Ihrem eigenen Leben vor?“ Daraus entstand ein Artikel mit dem Titel: „Tun Sie genug von dem, was Sie glücklich macht? “ Den können Sie übrigens hier nachlesen.
Loslassen und Neues entdecken
Liegt es am Raum selbst oder daran, dass ich hier abschweifen und loslassen kann? Fakt ist: Gerade wenn ich feststecke, wenn ich fieberhaft nach einer Lösung suche und sie einfach nicht finde, tauchen hier neue Einsichten auf – wie Schriftzüge an der Wand. Das gilt nicht nur für die Dusche, sondern auch für den ganzen Raum. Selbst das WC wird zum Ort des Loslassens – buchstäblich. (Keine Sorge, ich erspare Ihnen die Bilder.)
Apropos loslassen: Die Dusche lädt ja geradezu dazu ein. Hier spüle ich nicht nur Schmutz von der Haut, sondern lasse auch innerlich etwas los. Vielleicht sogar mehr, als mir bewusst ist – den Duft eines Parfüms, die Erinnerung an eine Begegnung. Aber ich schweife ab.
Inspirierende Gedanken: Das Bad als ein Ort der Kreativität
Warum eignet sich das Bad so gut für neue Ideen? Vielleicht weil es mir erlaubt, festgefahrene Gedanken loszulassen. Am Schreibtisch komme ich oft nicht weiter, doch im Bad löst sich der Knoten. Die weißen Fliesen, die Reinheit des Raums – all das schafft eine andere Atmosphäre. Und diese andere Umgebung bringt andere Gedanken hervor.
Pausen bringen Bewegung in die kleinen Neuronen
Das Ergebnis: Etwas verändert sich. Ich lasse los, schaffe Platz für Neues. Mein Kopf wird leer, die Gedanken fließen wieder. Sie verlassen eingefahrene Bahnen, finden neue Verbindungen, brechen aus. Vielleicht liegt darin die Erklärung. Was ich damit sagen will: Wenn Sie feststecken, verlassen Sie Ihren gewohnten Platz. Gehen Sie ins Bad. Wenn das nicht reicht, setzen Sie sich aufs WC. Schauen Sie ohne Absicht auf die Fliesen der gegenüberliegenden Wand. Und wenn auch das nicht hilft, nehmen Sie eine Dusche – am besten kalt. Das weckt die Sinne und bringt frischen Schwung.
Ein kleiner Tipp: ein Notizbuch im Bad
Mir kommen im Bad oft tolle Absätze und Überschriften in den Sinn. Und noch ein kleiner Tipp: Legen Sie ein Notizbuch ins Bad. So seltsam das klingt – die Ideen, die dort entstehen, verschwinden oft genauso schnell, wie sie gekommen sind. Ohne Notizen sind sie verloren. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund, neugierig und vor allem gelassen. Denn in der Gelassenheit finden sich oft die besten Lösungen und Ideen.
Ihre Diana Soti
